Grundschule Pleinfeld

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16. Jahrhundert: Die Anfänge

Um 1555 wird erstmals ein Nürnberger Schreiber erwähnt, der hier am Ort drei Jahre lang "deutsche Schule" hielt. Gleichzeitig wird der Gerichtsschreiber Linhard Frank genannt, der "lateinische Schule" halten sollte, dieser Aufgabe jedoch niemals nachkam.

Im Jahre l565 unterrichtete hier ein Lehrer aus Orbau ca. 20 Schüler. Von 1578 bis l6l0 wird von dem Schulmeister Hans Kem berichtet, der in der Schulstube als Nebenerwerb eine Zapfenschänke betrieb. Es ist leicht verständlich, dass dieser Zustand den kirchlichen Behörden ein Dorn im Auge war, "denn die Jugend mehr Übles als Gutes von den bezechten Gästen lerne". Vor die Alternative gestellt entweder Schule oder Wirtshaus, entschied sich der Lehrer wohl aus finanziellen Gründen für das letztere, nämlich für die Gaststube. Die ausbleibenden Bezüge für seine Schultätigkeit bewegten den Wirt jedoch zu dem Kompromiss, neben dem Wirtszimmer zusätzlich einen Unterrichtsraum einzurichten.

Dem Visitationsbericht von 1602 zufolge scheint er seinen schulischen Pflichten jedoch nur mangelhaft nachgekommen zu sein.